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Geschichte

Im Jahr 1937 wurde die Fasnachtsgesellschaft Steinen gegründet. Viele Narrenväter, Steiner-Räbä, Rottführer, Materialverwalter, Beisitzer, Helfer, Mitglieder und Gönner haben seither unsere Fasnacht geprägt.

Steiner NarrentanzSteiner Fasnacht
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Underä Machä

Am Güdelziischtig sid uraltä Zytä am halbi achti ist das so genannte Fasnachtsunderämachä. Auf dem Dorfplatz wird ein Podium erstellt. Früher, wenn es genug Schnee hatte, wurde ein Schneestock gemacht. Zum Undärämachä gehört auf der Bühne ein Tischlein, ein Kerzenständer mit brennender Kerze, eine Flasche Weisswein, Gläser, damit der Narrenvater mit der Steinerräbä und den Musikanten und dem Rottführer anstossen kann. Die Rott zieht ab 19.00 Uhr vom Restaurant Hirschen weg, geht zum Löwen und wendet dort. Weiter geht’s durch die Herrengasse. Beim Restaurant Kündig wird der Narrenvater mit der Steinerräbä abgeholt. Über die Steineraabrücke geht’s um das Restaurant Stauffacher herum und zurück auf den Dorfplatz. Die Rott verteilt sich da in Ringform um die Bühne. Der Narrenvater begrüsst auf dem Podium die Maschgraden, Musikanten, Mitbürger und alle Bekannten. Die Steinerräbä steht neben dem Narrenvater. Zum ganzen Geschehen gehören auch zwei Musikanten. Der Narrenvater, Hauptperson des Undärämachä, dankt in Versform Gsätzli um Gsätzliden Behörend, Vereinen und allen irgendwie am Wohl des Bürgers Beteiligten, zuletzt den ledigä Knabä und Meitli. Die Gsätzli in Versform sind Überlieferung und enden jeweils mit dem Ruf: „Sie söllid läbä inärä guätä Gsundheit, imänä bschtändigä Wohlsy und imänä drüüfachä läbi hoch, hoch, hoch, Ägschtrahoch.“ Beim hoch, hoch, hoch, Ägschtrahoch stimmen die Maschgraden ein. Diese Zeremonie soll der Narrenvater langsam und feierlich vortragen. Hierauf spielen die Musikanten ein Teil von einem Tänzli (Schwyzerjuuz). Paarweise oder solo tanzen die Narren um die Bühne. Dann spielen die Tambouren den Narrentanz zweimal durch. Die Rott tanzt, nüssläd und dreht sich dabei um die Bühne herum. So über 200 bis 300 Maschgraden sind im Minimum dabei, die dieses Spektakel mitmachen. Der Talibasch mit dem Pickel, der Välädi mit der Schaufel ausgerüstet (den Prügel haben sie abgegeben), vergraben bei diesem Undärämachä den „Schälläunder“ mid em ganzä Fasnachtsplunder“, so sagt es der Narrenvater. Jetzt tritt noch der erste Rottführer auf die Bühne und lässt den Narrenvater und seine Vorgänger la hochläbä. Als Zeichen, dass nun die Fasnacht beendet ist, ziehen alle Maschgraden ihre Masken aus und geben sich zu erkennen. Vom Kirchturm ertönt um 20.00 Uhr die uralte Bätgloggä, und die Tambouren hören auf den Narrentanz zu schlagen. Dazu gibt ihnen der Narrenvater mit einer Handbewegung den Befehl. Die Rott beendet das Undärämachä und das Nüsslä auch heute noch vor dem „Rössli“. Für ein weiteres Jahr ist die Fasnacht ausgetrommelt und usgnüssläd. In den Wirtschaften wird noch getanzt, bis der Narrenvater Feierabend bietet.

Nüsseln

Heidnischer Kulttanz, alter Kriegsknechttanz oder Dämonentanz? Auf alle Fälle ist das Nüsslä etwas urtümlich Altes. Martin Gyr, 1878–1959, von Einsiedeln, ist davon überzeugt, dass der Nüsslertanz aus den helvetisch-römischen Kontakten stamme und eine heidnische Kulthandlung war. Söldner hatten ihn wahrscheinlich 1099 und 1155 in die Schweiz eingeschleust. Der Volkskundler Werner Röllin glaubt, dass der Nüsslertanz aus alten Landsknechttänzen besteht, weil Spielleute und Trommler schon immer zum alten Schwyzerkriegsvolk gehörten.Das Nüsslä in Steinen sowie der Narrentanz, sind vom Rhythmus wie auch von den Bewegungen her einfacher und ruppiger gegenüber demjenigen der Nüssler von den Nebendörfern. Der Steiner nüssläd rund und dreht sich mit der ganzen Nüsslerrott auf dem Platz im Gegenuhrzeigersinn rundum. Nüsslä könnte von „Nuss auswerfen“ kommen oder, dass am Rollengurt hohle Nüsse angebracht waren, in denen vermutlich Steinchen als Tonverursacher eingeschlossen waren.In Steinen nüssläd die Rott auf dem Dorfplatz, zieht von dort in eine Wirtschaft und wieder auf den Platz zurück und so weiter.

Sind so guet, liebä Maschgrad

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Die Fotos und der Film vom Umzug werden am 20. April beim Abschlussfest präsentiert.

Fotos